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Originalstoff

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13. Juni 2020, 17:14

Lokal-Journal - Gründe und Hintergründe Teil 4

Die Zeit, immer wieder die Zeit

Gegenwart ist immer. Wir müssen gegenwärtig sein, auch im Sinne von präsent. Zwischen Begebenheit und Erscheinen des Beitrages sollen nicht mehr als vier Tage vergehen. Die Zeit ist knapp. Unsere zum Produzieren, die der Leser zum Aufnehmen. Dem unterwerfen wir uns als Tageszeitung, auch wenn wir Spielräume haben. Zum Beispiel können wir vorauseilen, also vorab berichten. Knappe Zeit prägt unseren Ausdruck: klar, prägnant, verständlich. Zeit ist zudem das, was man “unsere Zeit” nennt, die Spanne von mehreren Jahren, deren Zeuge wir alle sind. Sie spiegelt sich in einer Zeitung, besonders im Rückblick.

Redakteur




12. Juni 2020, 09:04

Lokal-Journal - Gründe und Hintergründe Teil 3

Was heißt lokal?

Es bedeutet, dass die Journalisten dort sind, wo ihre Leser/Informanten sind. Wir vom Lokal-Journal können in Neuried jeden mit dem Fahrrad erreichen, im gesamten Ried mit dem Auto innerhalb von längstens 15 Minuten. Wir müssen nicht bei Google ganz oben stehen, damit Kunden uns finden. Wir kennen unsere Kunden, weil wir sie persönlich treffen, das ist unsere Suchmaschine. Natürlich nicht jeden einzelnen, aber eine ganze Reihe, zum Beispiel Gemeinderäte, Vereinsvorstände, Unternehmer. Die tragen uns weiter.

Überregionale, besonders Bundes- und Weltnachrichten, produzieren Zeitungen im allgemeinen nicht selbst, weil sie keine eigenen Reporter, man nennt sie Korrespondenten, vor Ort haben. Ersatzweise kaufen sie diese Inhalte bei Nachrichtenagenturen. Vom journalistischen Standpunkt aus ist das Ware, die jeder kaufen kann, während ein Lokalbericht eigenes Erleben ist, noch dazu exklusiv. Das ist viel interessanter. Näher an die Fakten kann man nicht kommen. Hier weiß man Bescheid, Agenturmeldungen muss man glauben. Wir vom Lokal-Journal verzichten auf den überregionalen Teil, den sogenannten Mantel. Unsere Leser bekommen den auf allen Kanälen hinterhergeworfen. Was wir dort sparen, stecken wir lieber in unser Gebiet.

Fortsetzung folgt morgen.

Redakteur




11. Juni 2020, 10:18

Lokal-Journal - Gründe und Hintergründe Teil 2

Wie kommt der Beitrag in die Zeitung?

Eine Zeitung ist ein Netzwerk. Journalisten müssen Beziehungen knüpfen. Lerne jeden Tag drei neue Leute kennen, lautet eine alte Berufsregel. Das tut ein Reporter automatisch, wenn er raus zu den Leuten geht und Geschichten und Bilder von ihnen holt. Die Bezeichnung kommt vom französischen Verb reporter für zurücktragen – ins Büro, um den Beitrag zu schreiben. Früher haben Brief und Telegramm das Rausgehen ersetzt oder flankiert, heute sind es Telefon, Email, Messenger. Aber immer geht es um die persönliche Begegnung. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass die Fakten stimmen müssen. Wir schreiben keine Romane, sondern Gebrauchstexte, leicht und schnell lesbar, die die Realität wiedergeben. Je näher man an den Akteuren ist, desto näher an den Tatsachen.

Zurück zum Netzwerk. Die Leute, die den Stoff liefern, aus dem die Zeitung entsteht, sind gleichzeitig ihre (potenziellen) Leser. Es ist ein Geben und Nehmen. Die Reporter wandeln den Stoff in die Beiträge. Ohne sie wüssten die Leser nicht, was in ihrem Gemeinwesen läuft. Ohne die Leser gäbe es weder Stoff noch Geld für die Zeitung. Unabhängige Zeitungen hat es nie gegeben. Wenn es echte, journalistische Zeitungen waren und keine PR- oder Mitteilungsblätter, dann waren sie immer von ihrer Leserschaft abhängig. Sie finanziert die Zeitung, indem sie sie kauft und indem sie Anzeigen schaltet. Deswegen sind Anzeigen neben Abos für uns so selbstverständlich Erlösquelle, wie sie das für Zeitungen immer waren. Für die Inserenten unter den Lesern ist das ebenso selbstverständlich, denn sie wollen dort inserieren, wo sie ihre Zielgruppen am besten erreichen.

Fortsetzung folgt morgen.

Redakteur




10. Juni 2020, 15:56

Lokal-Journal - Gründe und Hintergründe Teil 1

Zeitung? Warum Zeitung?

Eine Zeitung informiert über das Zeitgeschehen. Sie muss in erster Linie aktuell sein, weil das Neue für den weiteren Gang der Dinge wichtiger ist als das Vergangene. Deswegen sind Menschen neugierig. Dieses Bedürfnis bedienen Zeitungen. Aber nicht nur. Menschen interessieren sich für ihr Gemeinwesen. Das kann ein Stadtteil, ein Bundesland, die ganze Welt sein. Sie brauchen Gemeinschaft, müssen sich darin einordnen, wollen sie mitgestalten. Sie leben darin. Ihr Leben, das gemeinschaftliche Leben bilden Zeitungen ab. Darin spielen auch alte Geschichten eine Rolle, etwa dann, wenn sich ein Bezug zur Gegenwart ergibt. Das englische “Newspaper” trifft es daher nicht ganz. In neuerer Zeit auch deshalb, weil Papier als Medium verschwindet. “Zeitung” spielt auf kein Medium an und passt deshalb auch digital. Das französische “Journal” enthält den Tag, das Heute, aber ebenso das tägliche, gewohnte Tun. Wir sind Journalisten, so heißt das nun einmal.

Fortsetzung folgt morgen.

Redakteur




02. April 2020, 17:06

Gründe für Optimismus

Das Risiko, an „Corona“ zu sterben, scheint nach bisheriger Datenlage unter einem Prozent zu liegen, einschließlich der vermuteten Dunkelziffern. Die Überlebenschance beträgt somit mindestens 99 Prozent, bezogen auf die Gesamtheit aller Infizierten. Das ist eine gute Nachricht. Die bisherigen Todesopfer gehören einer ziemlich eng umrissenen Gruppe an. Es sind Menschen über 70 mit geschwächtem Immunsystem und/oder Vorerkrankungen. Das ist eine weitere gute Nachricht, ohne despektierlich zu sein. Denn es wäre viel schwieriger, die Seuche einzudämmen, wenn das Sterberisiko auf alle Bevölkerungsgruppen gleich verteilt wäre. Dann müssten für alle Menschen dieselben Einschränkungen gelten, und alle müssten mit derselben Dringlichkeit medizinisch behandelt werden, sollten sie Corona-Symptome haben.

Knapp 16 Prozent der deutschen Bevölkerung ist über 70, das sind rund 13 Millionen Personen. Den meisten geht es regelmäßigen Umfragen zufolge gesundheitlich gut. Wieviele unter ihnen corona-relevante Vorschädigungen haben, ist mir nicht bekannt. Sicher sind auch Risikogruppen bei den Jüngeren zu beachten, etwa Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Krebs- und Aidspatienten. Insgesamt dürfte die Personenzahl im unteren einstelligen Millionenbereich liegen. Diese Menschen müssen geschützt, besonders betreut und im Krankheitsfall bevorzugt medizinisch behandelt werden. Sie müssen auch Einschränkungen wie die derzeit gültigen hinnehmen.

Für alle anderen, und das sind 75 bis 80 Millionen Menschen in Deutschland, gilt das nicht. Für sie persönlich gibt es keinen Grund zur Sorge, und das muss man ihnen klarmachen. Es ist höchste Zeit für ein shutdown der Hysterie. Diese Menschen kommen allenfalls als Überträger in Betracht, aber in welchem Umfang, ist noch unklar. Erhellend dazu sind die Ausführungen des Virologen Hendrick Streeck bei Markus Lanz, abrufbar in der ZDF-Mediathek.

Übertragungen sind aber nur gegenüber den oben erwähnten Risikoträgern gefährlich, sonst nicht. Dagegen helfen machbare Schutzvorkehrungen. Wir brauchen die Vielen, um den Wenigen zu helfen. Die Leute müssen arbeiten, miteinander sein, schlicht und einfach leben dürfen, um Wirtschaft und Gesellschaft zu erhalten. Nur so können wir Probleme lösen. Es gibt noch andere Krisen, manche davon faktisch schlimmer als die sogenannte Corona-Krise. Je länger die Wirtschaft abgewürgt wird, desto langwieriger sind die materiellen, sozialen und psychischen Schäden. Eine verordnete, nicht systembedingte Rezession hilft nichts und niemandem.

Redakteur




31. März 2020, 13:39

Panik erzeugt neue Panik

Rationales Verhalten des Einzelnen hat in der Masse irrationale Folgen. Wenn Eltern statt der üblichen die doppelte Menge einer Ware kaufen, tun sie dies aus Verantwortung für ihre Familie. Das ist vernünftig. Solange sie in der Minderheit bleiben, hat das für die Verfügbarkeit des Artikels keine Auswirkung. Wenn die Zahl der Leute, die sich so verhalten, einen kritischen Teil der Gesamtheit überschreitet, überfordert das die Lieferkette. Kunden, die bisher aus Rücksicht auf die Allgemeinheit nicht mehr als sonst gekauft haben, stehen plötzlich vor leeren Regalen. Da sie keine Vorräte angelegt haben, brauchen sie die Ware und suchen danach in anderen Geschäften, doch auch dort ist sie aus. Sie stellen fest, dass sich ihre Zurückhaltung nicht ausgezahlt hat, und ändern ihr Verhalten. Die Zusicherung der Regierung, die Versorgung der Bevölkerung sei sichergestellt, ignorieren sie. Das nächste Mal stehen sie früher auf und sind die ersten, wenn die Regale wieder aufgefüllt werden. Sie kaufen nun nicht die doppelte, sondern die dreifache Menge, wohl wissend, dass das falsch im Sinne der Gemeinschaft ist. Für sie selbst ist es – auf kurze Sicht - unbestreitbar richtig. Tragen nicht auch sie Verantwortung für andere Personen, für sich selbst ohnehin? Viele von ihnen wollen zudem Anderen mit der Ware aushelfen, wenn es nötig ist. Doch wer nichts hat, kann nichts geben. Das ist vernünftig.

Redakteur




31. März 2020, 13:35

Die Krise als kognitives Problem

Das Informationsmonopol liegt wie immer in Krisen bei der Obrigkeit. Staatliche Stellen diktieren den Medien statistische Daten in die Mikrofone. Sie bestimmen, wie diese Daten zustande kommen. Nichtstaatlichen Stellen ist es praktisch unmöglich, eigene belastbare Daten zu erheben, weil sie gegenüber den Betroffenen kein Weisungsrecht haben. Um der offiziellen Sicht etwas entgegenzusetzen, können sie lediglich Umfragen machen, Einzelfälle darstellen und die offiziellen Zahlen kommentieren. Ansonsten transportieren sie sie schlicht. Die Menschen nehmen die Krise somit in erster Linie durch staatliche Statistiken wahr. An diese Art der Wahrnehmung sind sie gewöhnt, besonders in den Bereichen Wirtschaft und Soziales. Aber während sie dort, ermüdet durch endlose Wiederholung, die Zahlen als Fakten hinnehmen, regt sich hier Widerstand, weil die Situation neu ist. Niemals zuvor waren alle Länder der Welt gleichzeitig mit einer neuen Krankheit konfrontiert. Es gibt keine Routinen, auf die die Verantwortlichen zurückgreifen können. Sie machen Fehler, korrigieren sich, ihre Unsicherheit ist offenkundig. Trotzdem müssen sie Entscheidungen treffen, dafür gibt es Verständnis in der Bevölkerung. Politik gewinnt dieser Tage an Ansehen.

Zahllose, teils stark divergierende Auffassungen konkurrieren auf allen Kanälen. Sie bilden zusammen mit den amtlichen Verlautbarungen einen heillosen, alle anderen Themen verdrängenden Wirrwar. Daraus muss sich der Einzelne, egal ob einfacher Bürger, Experte oder Politiker, ein Bild machen – es ist ein konfuses, notwendigerweise. Da das Geschehen überall und damit nirgends ist, sind wir alle keine direkten Zeugen und müssen uns auf unsere Vernunft besinnen, die in Zeiten von Hysterie immer der beste Ratgeber war. Was ist plausibel, was glaubhaft, was nicht? Selbst diejenigen, die direkt mit Patienten zu tun haben, wie Ärzte und Pflegepersonal, sind nicht schlauer, weil das Vorhandensein eines Erregers noch nicht beweist, dass er die Symptome verursacht hat. Die Entstehung von Krankheiten ist komplex und hat niemals nur einen einzigen Ursprung. Hinzu kommen psychologische Faktoren. Man weiß, dass die Propagierung von Krankheitsbildern Verhalten und Selbstwahrnehmung von Patienten beeinflusst, und keine Krankheit ist jemals weltweit derart intensiv propagiert worden. Vielleicht ist es sogar besser, nicht an vorderster Front zu stehen, um einen nüchternen Blick auf das Ganze zu wahren. Vielleicht sind jetzt kluge Statistiker nützlicher als Virologen.

Redakteur




31. März 2020, 13:32

Fragen zur Corona-Krise

Wie wird der Beweis geführt, dass ein bestimmtes Virus bestimmte Symptome bzw. den Tod eines Patienten verursacht hat? Wird ein Corona-Patient auch auf andere Erreger als Covid19 getestet, etwa solche, die gleiche oder ähnliche Symtome hervorrufen können? Wenn ja, und es finden sich andere Erreger, wie kann man ausschließen, dass die Symptome nicht (oder nicht zu einem Teil) von diesen verursacht wurden? Wenn nein, wie kann man ausschließen, dass die Symptome andere Ursachen als Covid19 haben? Konkret: Ein Mensch stirbt an Lungenentzündung und wird als Covid19-Opfer statistisch erfasst. In seinem Körper werden neben Covid19 auch Influenza-Viren und andere relevante Erreger gefunden. Nach welchen Kriterien wird bestimmt, dass Covid19 die Todesursache war? Welche Rolle spielt dabei das Ermessen des behandelnden Arztes? Wenn er sich unsicher ist, erklärt er dann die Todesursache, abgesehen von der Lungenentzündung, für ungeklärt? Welchen Einfluss hat das öffentliche Corona-„Bild“ auf seine Entscheidung? Welchen Einfluss haben etwaige Vorgaben der Gesundheitsbehörde?

Wenn die Corona-Krankheit als Pandemie eingestuft wird, warum nicht die Grippe und andere Krankheiten, die weit mehr Tote fordern?

Es ist bisher über Jahrzehnte nicht gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der die Grippe nennenswert eindämmt. Warum sollte das innerhalb weniger Monate bei Covid19 gelingen?

Das Schlagwort Covid19 ist festumrissen und unveränderlich, das Virus auch? Ist es in allen gemeldeten Fällen genetisch identisch? Viren und Bakterien reagieren bekanntlich auf Medikation und andere Umwelteinflüsse durch Mutation. Haben wir es tatsächlich mit der immer gleichen Krankheit zu tun?

Redakteur




17. November 2019, 14:26

Null-Energie-Gebäude

https://www.badische-zeitung.de/gute-gruende-fuers-plus-energie-haus
Die Rede war von nachhaltigen Gebäuden, nicht von nachhaltigem Bauen. Da würde es mit der Nachhaltigkeit schwierig werden, wenn Beton, Stahl, Kunststoff und imprägniertes Holz verbaut werden. Die Gebäude sind auch ohne Erderwärmung sinnvoll und wünschenswert. Jetzt müssten sie bloß noch hübsch und wohnlich werden.

Redakteur




17. November 2019, 14:10

Eduardo Soto de Moura

https://www.badische-zeitung.de/ich-schuf-raeume-die-mir-vorher-nicht-klar-waren
Ein Ausnahmekünstler, der darauf beharrt, Problemlöser zu sein. Faszinierend, wie groß die Objekte sind, mit denen solche Leute betraut werden. Ganze Täler, Berge, Städte. Er sah nicht sehr gesund aus.

Redakteur



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